Donnerstag, 27. September 2012

Zeit zum Lesen

Die herrlichen weissen Trauben sind durch die strahlende Herbstsonne wohl im richtigen "Süße-Grad" - also Zeit zum Lesen!
Die Ernte am Weinberg wird eingebracht und zwar manuell, mit Rebschere und Wimm-Trichter. Die Lese-Zeit ist eröffnet und wunderbarer Wein ist zu erwarten ...
Was noch besser ist: Blogs "lesen" bei einem guten Tropfen ...
oder hier: www.partschins.com



Dienstag, 25. September 2012

Wetterregeln und Bauernweisheiten

 Nicht von ungefähr beschäftigen sich heuzutage Meteorologen und nicht nur Volkskundler mit den Wetterregeln der Bauern. Wetterkundler untersuchen die Treffer-Quoten der bäuerlichen Wettervorhersagen und stoßen dabei recht häufig auf Übereinstimmungen. Die Bauernregel fasst im Grunde die Erfahrungen zusammen, die über Generationen von Menschen gesammelt wurden. Eine besondere Stellung im Jahresverlauf nehmen die sogenannten Lostage ein. Diese sind Tage, von denen man glaubte, dass sie das Los, also das Schicksal beeinflussen. Sie sind verbunden mit Heiligen-Namenstagen - ein Zeichen dafür, wie die christliche Kirche sich in das Gedankengut des Volkes einzubringen wusste. Der Nutzen dabei, sich bestimmte Tage auf diese Weise zu merken geht darauf zurück, dass in den vergangenen Jahrhunderten nur wenige lesen und schreiben konnten - aber wann die Heiligen-Namenstage waren, wussten sie.
Ein solcher Los-Tag steht wieder kurz bevor: Michaeli (nach Erzengel Michael) am 29.09.: Regnet es an Michaeli ohne Witter, so folgt meist ein milder Winter; ist es aber an diesem und an Gallus (16.10.) trocken, so darf man auf ein gutes und trockenes Frühjahr hoffen.  
oder: Bringt St. Michael Regen, kann man im Winter den Pelz ablegen ...

Donnerstag, 20. September 2012

Der Quadrater Kalkbrandofen

Schon in der Kupferzeit (ca. 2.500 v. Chr.) wurde oberhalb Quadrat (Ortsteil von Partschins) Marmor gebrochen. Dies zeugen 4 Menhire, die vom Heimatforscher Matthias Ladurner-Parthanes 1932/42 am Töllgraben bei Plars entdeckt wurden. Es handelt sich um figurative Steinsäulen, grob zugehauen, die senkrecht im Boden aufgestellt wurden und Helden oder große Ahnen darstellen sollten. Die Langsteine sind ein Beweis dafür, dass unsere Gegend schon vor 4.000 Jahren besiedelt war. Es wird wohl nie geklärt werden, wie die Urbewohner die rätselhaften, teils über tausend Kilogramm schwerden Kultsteine, die im Archäologiemuseum von Bozen zu bewundern sind, vom Quadrater Bruch transportiert worden sind. Auch die Römer holten sich die Marmorblöcke und schufen u. a. den Rablander Meilenstein (46 n. Chr.). Etwas oberhalb des Kalkbrandofens wird heute noch Kalkstein abgebaut.

Lesen Sie hier mehr über die Bedeutung des Ortsteils Quadrat.
Zurück zum Kalkbrandofen: um den Quadrater Kalkbrandofen vor dem Vergessen zu bewahren, wurde das Bauwerk vor einigen Jahren wieder freigelegt (in der Zwischenzeit war er von Bäumen und Sträuchern derart überwuchert, dass er nur mehr schwer auffindbar war). Dieser Kalkofen am Mahlbachweg dürfte landesweit einer der größten und interessantesten sein. Er ist noch vollständig erhalten. Die Vorgangsweise zum Kalkbrennen ist folgende: zuerst werden die Kalksteine gesammelt und zum Ofen transportiert, im Ofen werden sie gebrannt und anschließend mit Wasser "gelöscht". Der Kalk wurde dann für Anstriche und Mörtel (1/3 Sumpfkalk + 2/3 Sand + Wasser) verwendet. Bis 1880 war der Kalkbrandofen auf Quadrat in Betrieb.

Bei einer Wanderung (Almen-Runde) oder einer Biketour am Nörderberg (MTB-Wege ausgeschildert - tolle Trails!)  unbedingt vorbeischauen!

Dienstag, 18. September 2012

Partschinser Musikgeschichte

Die Musikkapelle Partschins gilt nicht nur als eine der ältesten des Burggrafenamtes, sondern zählt auch zu den Besten Südtirols.
Franz Ferdinand Ritter von und zu Goldegg schreibt man die Gründung der Musikkapelle Partschins im Jahre 1818 zu. Als begeisterter Musikliebhaber kaufte er alle Instrumente für den Kirchenchor und für die zukünftige Musikkapelle, sowie auch sämtliche Notenliteratur. Kapellmeister Benedikt Burger sen. fand Aufzeichnungen mit folgendem Wortlaut: "Die Prozession am Fronleichnamstage von 1818 wurde von einer 15-köpfigen Blaskapelle begleitet. Sie erhielt dafür laut Dorfmeisterrechnung den Betrag von 4 Gulden und 30 Kreuzern."
Die Partschinser Kapelle muss auch bald ein relativ hohes Niveau erreicht haben, sonst würde ihr nicht die Ehre zugesprochen worden sein, 1820 den musikalischen Empfang der Erzherzogin Maria Luise von Österreich in Meran zu gestalten. 1823 wurde die  Kapelle zum selben Anlass auf den Jaufenpass entsandt. Der gute Ruf der Partschinser Blasmusik verbreitete sich rasch und spornte auch die Bewohner anderer Orte an, ebenfalls eine Musikkapelle zu gründen.
In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hat die Partschinser Musikkapelle etwa dreißig Auftritte im Jahr im Ort und außerhalb. Die Platzkonzerte finden abwechselnd auf dem Dorfplatz von Partschins und dem Festplatz in Rabland statt. Gelegentlich werden auch Konzerte in anderen Gemeinden abgehalten.
Zurzeit besteht die Kapelle aus fast 60 Mitgliedern, ca. ein Fünftel davon sind Musikantinnen.

Der nächste Auftritt der Musikkapelle Partschins findet an diesem Donnerstag statt - hier die Infos dazu.

Ohne Karl geht's nicht

Einer der fleißigsten Mitglieder bei der Musikkapelle Partschins ist zweifelsohne der Karl.
Von früh bis spät bringt er das Musikkapellen-Probelokal auf Vordermann und verrichtet Arbeiten, wo unser eins schon längst aufgegeben hätte. Und bei über 60 Musikanten und Musikantinnen kommt da schon einiges zusammen, was nach den Proben wieder aufgeräumt werden muss.
Vor allem der Bierbudel wird nach den Proben und Ausrückungen arg strapaziert und so mag es nicht verwundern, dass der eine oder die andere bereits "einen Zommschiss" (deutsch: Rüge) kassiert hat, falls er nicht sauber hinterlassen wurde. Auch beim Ordnung-Halten macht ihm keiner etwas vor: Diskussion zwecklos!
Dass Karl ein Multitalent ist, zeigt auch das Bild, welches bei einem Abendkonzert aufgenommen wurde. Mit 21 Stühlen auf einer Radlpeg (Schubkarre) ist er aktueller Weltrekordhalter.
Thomas Gottschalk, der auch unter den Zuhörern dieses Abendkonzertes im fernen Jahr 2007 war und damals in Meran urlaubte, lud ihn in seine Show "Wetten, dass ...?" ein, doch der Karl lehnte dies ab mit den Worten: "Bis i in Deitschlond draußn bin, hon i olle Stiahl verlourn...!!"
Quelle: Musikkapelle Partschins

Montag, 17. September 2012

Natur pur

“Je stärker das Bewusstsein verfeinert wird, desto größer wird die Übereinstimmung mit der natürlichen Welt.”
Der XIV. Dalai Lama


Mystische Plätze, eindrucksvolle Aussichtspunkte und Wanderwege die zu innerer Ruhe verhelfen und jeden Alltagsstress vergessen lassen - finden Sie hier!

Frisch, saftig, knackig

Die Apfelernte ist in vollem Gang. So sind die Sorten Royal Gala und Elstar schon fast alle gepflückt. Jetzt gehts den herrlich gelben Golden Delicious, die den Hauptanteil der Südtiroler Apfelwirtschaft ausmachen, an den Stengel!

Was Sie wissen sollten: die Ferienorte Partschins, Rabland, Töll liegen eingebettet inmitten dieser prächtigen Apfelgärten!

Hier das ultimative Apfelstrudel-Rezept!
Mürbteig:
150 gr. Mehl
100 gr. Butter
50 gr. Staubzucker
1 Ei (oder 2 Eigelb)
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 Messerspitze geriebene Zitronenschale
1 kleine Prise Salz
Alle Zutaten zusammenmischen und zu einem glatten Teig kneten, in eine Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Die Strudelfülle:
600 gr. Äpfel
50 gr. Zucker
50 gr. Brösel in etwas Butter geröstet
40 gr. Sultaninen (wer sie nicht mag, einfach weglassen)
20 gr. Pinienkerne (gehn auch Mandelspäne oder gehackte Walnüsse)
2 EL Rum
1 Päckchen Vanillezucker
1/2 TL Zimtpulver
1 Messerspitze geriebene Zitronenschale
Ei zum Bestreichen

Äpfel schälen, entkernen und in kleine Scheiben schneiden (oder hobeln). Die weiteren Zutaten untermischen. Den “ausgeruhten” Mürbteig auf einem bemehlten Brett ca. 40 x 26 cm ausrollen und auf ein mit Butter bestrichenes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Apfelfülle auf den Teig geben, an den Seiten einschlagen und aufrollen. Mit verquirltem Ei bestreichen und im Backrohr bei 180° ca. 35 Minuten backen. Mit Staubzucker bestreuen und fertig! Vanillesauce, Vanilleeis oder Schlagsahne schmecken lecker dazu!
Wer's nicht "do it yourself" mag, hier Plan B. 

Wie der Egghofer Much greahrt (geweint) hat

"Wia i hon einruck’n miaßn zum italienischen Militär, bin i zuerst zum Vottr (Vater) gongen. Der hot gsogt zu miar: “Much, daß uns koane Schond mochst in Italien druntn!” “Na, i moch enk koan Schond” hon i drauf gsogt – ob’r greahrt hon i nit. Nocher bin i zur Muattr gongen. “Gell Much, bleibst brav!” hot sie gsogt, die Augen voller Zacher (Tränen). “I bleib schun brav, Muattr” hon i gsogt – ob’r greahrt hon i nit. Zlöscht (zuletzt) isch mei Madl, die Greatl kemmen. Wia sie aufgheart hot zun Reahrn (Weinen), sogt sie zu mir: “Much, daß du miar nix onfongst mit die walschn Weiber druntn!” “Na, i fong sicher nix on” hon i gsogt. – Obr greahrt hon i nit.
Nochor bin i außi ba der Tür und schneidig oi ibern Egg. Do drahn i mi nou amol um. Steaht nit des kloane braune Stierl obn ban Hof und schreit zu miar oar: “Muh-u-ch!” Nocher hon i greahrt und sel nit wianig!“

Altweibersommer

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum der "Altweibersommer" Altweibersommer heißt? Er bezeichnet einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im September, welcher sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet. Viele Menschen bezeichnen diese Tage auch als die fünfte Jahreszeit (in Südtirol = dann die 6. Jahreszeit, weil Törggelezeit belegt schon Rang 5!).
Die heiße Zeit des Sommers ist vorbei, die Nächte oft schon recht kühl, aber der Herbst hat noch nicht so richtig Einzug gehalten.


Der Ursprung dieser Bezeichnung führt weit in die Vergangenheit, in die germanische Mythologie. Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet.
Die Spinnennetze zwischen Gräsern, Blumen, Zweigen, Büschen, an Dachrinnen und Fensterläden, an Zäunen und Mauern entdeckt man vor allem an den ungewöhnlich warmen und sonnigen Tage im Herbst, die man auch “Flugsommer” oder “Frauensommer” nennt.
Im Volksglaube wurden diese Spinnweben aber auch für Gespinste von Elfen, Zwergen, der Nornen oder der Jungfrau Maria („Marienfäden“, „Mariengarn“, „Marienseide“, „Marienhaar“ oder „Unserer Lieben Frauen Gespinst“, „Mutter Gottes Gespinst“) gehalten. Weitere Bezeichnungen sind Ähnlsummer, Frauensommer, Mädchensommer, Mettensommer, Mettkensommer, Metjensommer, Witwensömmerli, Liebfrauenhaar und fliegender Sommer.

Im Volksglauben nahm man an, dass es baldige Hochzeit verheißt, wenn sich fliegende Spinnfäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen.
Das Landgericht in Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks “Altweibersommer” durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt.
Der Altweibersommer tritt übrigens in Amerika fast zur gleichen Zeit auf. Er nennt sich dort “Indian Summer” und ist berühmt für die prächtige Herbstfärbung der Laubbäume. Der Name “Indian Summer” gründet auf eine alte indianische Legende, nach der das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären symbolisieren soll. In Schweden spricht man vom “Birgitta-Sommer”, in Finnland von “ruska-aika” (Zeit der Braunfärbung); in diesen Ländern liegt der Altweibersommer meist Anfang bis Mitte Oktober.

Montag, 10. September 2012

Das letzte Nörggele

Das letzte Nörggele, dessen man sich im Vinschgau erinnern kann, war bei einem Bauern am Partschinser Sonnenberg bedienstet, für den es das Kleinvieh weidete. Das Männlein war viel gutmütiger als die bisher beschriebenen Zwerglein und hatte nichts von deren Tücke und Bosheit. Es war Brauch, dass der Hirt das Mittagsbrot auf die Weide mitnimmt. Weil das Nörggele aber nie am Hof erschien, banden die Bauersleute das Essen einem Bock auf die Hörner, damit er es ihm auf die Weide hinaustrage. Als der Bauer einmal bemerkte, wie das Gewand des kleinen Hirten, nach langem, treuem Dienst, ganz verschlissen an seinem Leib hing, knüpfte er dem Bocke ein Bündel neuer Kleider auf die Hörner und schickte ihn hinaus zum Norgg. Als dieser das Tier daherkommen sah, fing er überlaut zu weinen und zu heulen an, rannte, die Hände ringend, wie ein Verzweifelter hin und her und jammerte:
"I bin so olt, i woaß die Moarspitz, kloan wie a Kitz,
und die Moarwies neunmol Wies und neunmol Wold.
Iatz hobn mi di Bauern bezohlt,

und iatz muaß i fort, an einen andern Ort."
Sprachs und lief auf Nimmerwiedersehen davon.
Diese Partschinser Sage und noch viele weitere gibt es demnächst im neuen Buch von Ewald Lassnig (lebendes Lexikon und Historiker von Partschins) nachzulesen. Buchvorstellung am 26.09.2012 um 20.00 Uhr in der Bibliothek Partschins.

Törggelen in Südtirol

Gebratene Kastanien und der "neue Wein" - das sind feste Bestandteile, die zum Südtiroler Törggelen gehören. Wer meint, Törggelen kommt von Torkeln mag manches mal richtig liegen, angesichts der vielen Lokale, in denen wunderbare Tropfen ausgeschenkt werden - aber nein: Törggelen kommt vom Lateinischen "torquere" und bedeutet, winden, pressen und drehen. Gemeint ist damit das Pressen der Maische nach der Weintraubenernte, wie es zu früheren Zeiten gebräuchlich war. Zum Törggelen begibt man sich am besten nach der Weinernte im Rahmen einer Herbstwanderung in bäuerliche Jausenstationen, Buschenschänken, Weinhöfen und alten Weinkellern, um den "Nuien", wie der junge Wein genannt wird und andere typische Spezialitäten, wie gebratene Kastanien, Sauerkraut und Hauswürste, Geselchtes und Speck zu verkosten. Die Törggelezeit erstreckt sich traditionsgemäß von Anfang Oktober bis Ende November.


Peter Mitterhofer's Talente

Dass Peter Mitterhofer die Schreibmaschine erfunden hat, ist nicht neu. Wohl für viele neu sind seine vielen anderen Talente. Er hat bei seinem Vater das Tischler- und später Zimmermannshandwerk gelernt und die strenge Berufssitte erforderte mindestens 3 Jahre "auf der Walz", um den Meisterbrief zu erhalten. Seine Reisen, die er meist zu Fuß zurücklegte, führten ihn nach Österreich, Deutschland, die Schweiz, Frankreich und in die Balkanländer. Seinen Unterhalt hat er unter anderem auch durch Spielen auf seinen selbstgefertigten Instrumenten, durch Singen, Kunstpfeifen und Bauchreden verdient.
Besonders in dieser Fertigkeit war er Meister und konnte zum Beispiel die Tritte eines die Stiege herauf und hinunter Gehenden vollkommen täuschend nachahmen, small-talk inklusive. Auf einem Anschlagzettel lädt "Peter Mitterhofer aus Meran in Tirol" zu einer "Abend-Unterhaltung ergebenst ein", bei der er sich als Tonkünstler und Bauchredner, sowie im "künstlichen Blasen mit freiem Munde" Singen und Pfeifen "produzieren" wird.
Beliebt beim Publikum waren, so wird überliefert, ein kaum sichtbares, geheimnisvolles Blasinstrument, ein kurzer mit einem Draht versehener Gänsefederkiel, den Mitterhofer an einem seiner Vorderzähne befestigte und darauf die herrlichsten Melodien pfiff.

 
Peter Mitterhofer galt alsbald als Sonderling, auch weil er bei einer seiner Unterhaltungsabende "seine Anschauung über den Glauben" zum Besten gab.
 
Dies hat dem damaligen Pfarrer und dem Dorfvorsteher nicht gefallen und hat Peter Mitterhofer eine Anzeige und ein Aufenthalt im Gefängnis von Meran eingebracht. Als dann Mitterhofer in seinem vierzigsten Lebensjahr heiraten will, fiel das für die Erlangung der gemeindeamtlichen Ehebewilligung  erforderliche Leumundszeugnis nicht so gut aus.
In die Zeit bald nach Peters Eheschließung mit Marie Steidl, im Jahre 1864, fällt die Erfindung der Schreibmaschine.

Mehr zur Geschichte der Schreibmaschine


Montag, 3. September 2012

Nicht nur Eva pflückt Äpfel


Einst hat Eva im Paradies einen Apfel vom verbotenen Baum gepflückt. Wir befinden uns immer noch im Paradies, wo derzeit fleißig Gala, Elstar und in den nächsten Tagen die am meisten angebaute Apfelsorte Golden Delicious geerntet wird.

Die ersten Apfelbäume haben sich in Kasachstan im mittleren Asien entwickelt. Dort stehen noch heute Wälder mit "Urapfelbäumen". Die Hauptstadt, Almaty, bedeutet übersetzt: Vater der Äpfel. Über die Seidenstraße gelangten die Apfelbäume nach Westeuropa und die Griechen haben diese schließlich veredelt. Danach hat der Apfel über die Römer Einzug in unsere "Gärten Eden" gehalten.

2005 wurde die Bezeichnung "Südtiroler Apfel" unter Schutz gestellt - die sogenannte "geschützte geografische Angabe", kurz g.g.A. garantiert Ursprung und Qualität der Südtiroler Äpfel.
Südtiroler Sortenvielfalt mit g.g.A: Golden Delicious, Gala, Red Delicious, Braeburn, Fuji, Granny Smith, Morgenduft, Jonagold, Winesap, Idared, Elstar, Pinova, Pink Lady, Kanzi, Rubens, Modi.
Mit 18.400 Hektar ist Südtirol das größte geschlossene Anbaugebiet in der EU. Seit den 70er Jahren wird die Ernte in Großkisten (wie im Bild) mit einem Fassungsvermögen von 320 kg in die Vermarktungsbetriebe transportiert. Noch mehr Infos gibt es jeden Freitag!

Im Bild Günther, der auch fleißig pflückt ...