Montag, 24. Juni 2013

Edle Ansitze


Zu den edlen Ansitzen gehört der Ansitz Gaudententurm. Er wurde 1348 von Meinhard, Edler von Gaudenz, erbaut. Besonders während der Barockzeit wurden starke bauliche Veränderungen durchgeführt. Seine heutige Gestalt mit Erkeranbau, Ochsenaugen, Sonnenuhr und Allianzwappen erhielt der Ansitz erst im 17. Jahrhundert. Wie aus der Reihenfolge der Besitzer zu ersehen ist, gab es einen steten Wechsel:


1348-1402: Edle von Gaudenz
1402-1586 Edle von Hendl
1586-1600 Herren von Stachlburg
1600-1619 Cyriac von Waltenhofen
1619-1638 Edle von Roladin
1638-1657 Edle Aichner von Aichberg
1657-1680 Johann Edler von Kreutzer aus Innsbruck
1680-1730 Edle von Bauer
1740-1794 Edle von Wiesenegg
Im Jahre 1794 erwarb der Meraner Stadtschreiber Anton Isser den Ansitz, der 1798 mit dem Prädikat "von Gaudententurm" geadelt wurde.

Durch dessen Enkel, dem in Wien tätigen Arzt uned Neurologen Dr. Friedrich von Sölder und zu Prackenstein (1767-1943) kam er an die Nachkommen, die den Edelsitz heute noch zusammen mit Christine Schönweger bewohnen.

Christine Schönweger ist einzige Hofbrennerin Südtirols (Hofbrennerei Gaudenz), erste Miss Südtirol und SMG Charakterkopf (Werbeträgerin der Südtirol Marketing Agentur), führt wöchentlich durch die Apfelgärten und lädt zu Schnapsverkostungen, ihren edlen Destillaten aus heimischen Obstsorten.

Freitag, 14. Juni 2013

Das Zimmerhaus im Obergarten

Wer schon mal in Partschins war, ist sicher einige Male daran vorbeispaziert oder vorbeigefahren.

Es handelt sich hierbei um das Wohnhaus Peter Mitterhofers, dem Erfinder der 1. Schreibmaschine.

Das "Zimmerhaus im Obergarten" wird 1431 erstmals urkundlich erwähnt. Peter Mitterhofer (1822-1893) lebte hier 31 Jahre lang und entwickelte in seiner Werkstatt 6 Schreibmaschinenmodelle.

Mehr Infos zum Leben und Wirken von Peter Mitterhofer gibts im Weltmuseum der Schreibmaschine. Derzeit Sonderschau: Coffee time.

Dienstag, 11. Juni 2013

Mythos oder Wahrheit?

Viele Wetterregeln gehen auf das Verhalten von Tieren zurück. So heißts, dass wenn Schwalben tief fliegen, dies ein Indiz für schlechtes Wetter sei. Auch die Beobachtung der Waldtiere, der Insekten und Spinnen auf den Wiesen und der Frösche am Bachrand soll das kommende Wetter und den Jahreszeitenwechsel ankünden.
Deshalb hier ein paar Wetterregeln, die uns aufzeigen können, wie der Sommer wird ... ;-)

Steigt die Lerche hoch,
singt sie lange hoch oben,
habt bald ihr das lieblichste Wetter zu loben.

Ameis' und Spinne auf allen Pfaden,
dann wird das Wetter gut geraten.

Wenn die Fledermäuse abends herumfliegen,

so folgt ein anhaltend gutes Wetter.

Wenn die Schnecke ein grünes Blatt mit sich führt, (es zählen auch jene im Salatbeet :-)
es gewiss gut Wetter wird.
Beladet sie sich mit Grund,
so tut sie starken Regen kund.


Wenn Spinnen fleißig weben im Freien,
läßt sich dauernd Schönwetter prophezeien;
weben sie nicht, wird's Wetter sich wenden,
geschieht's bei Regen, wird er bald enden.


Eine Elster allein ist schlechten Wetters Zeichen,
doch fliegt das Elsternpaar, wird's schlechte Wetter weichen.

Wenn die Johanniskäfer hell leuchten im Garten,
dann ist gutes Wetter zu erwarten.


In Partschins, Rabland und Töll fliegen abends die Fledermäuse  ... ;-)

Hier geht's zur Ferien-Webcam

Wein und historische Mauern

Jedes Jahr im Juni (heuer am 22.06.) lädt Baron von Kripp und seine Familie zum traditionellen Weinfest in die Stachlburg mitten in Partschins zum Verkosten neuer Weine und Raritäten älterer Jahrgänge aus dem (Geheim)-Archiv :-) des Schlossweinguts.

Kurze Geschichte zur Stachlburg (Auszug aus dem Dorfbuch von Partschins von Ewald Lassnig):


Vor historischen Mauern
Georg Stachl, Pfleger auf Schloss Forst, wurde 1536 mit dem Prädikat von Stachlburg geadelt, erwarb 1547 das Anwesen, welches 1576 erstmals als Stachlburg bezeichnet wird. Der Name Stachl ist vermutlich eine Abkürzung von Eustachius. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wird der Familienname von Stachlburg verwendet. Der letzte Stachlburger, Graf Johann, fiel im Tiroler Freiheitskrieg in der 2. Bergiselschlacht, am 25.05.1809. Durch seine Tochter kam der Adelssitz an die Freiherren von Schneeburg, dann an die Freiherren von Giovanelli und schließlich im Jahre 1946 an die Freiherren von Kripp.


Trauben aus dem Bio-Weingut
Familie Kripp lebt nach den Werten, ein gesundes, wertvolles und nachhaltiges landwirtschaftliches Produkt zu erzeugen, mit Respekt vor der Natur, dem Menschen und den Traditionen, versuchen eine intakte Naturlandschaft und eine Perspektive, für die es sich zu leben lohnt, zu hinterlassen.

Schlossweingut Stachlburg ein historisches Kleinod in Partschins, www.stachlburg.com




Aus der alten Torggl gepresster Wein
 
Im Weinkeller


Die restaurierte Weintorggl


Samstag, 8. Juni 2013

Wilder Knoblauch

Noch bis Ende Juni ist Bärlauchzeit! Bärlauch, umgangs-sprachlich "Wilder Knoblauch) wird im Lateinischen Allium Ursinum genannt und ist ein oft verkanntes Gewächs. Dabei wurde er im Mittelalter sogar als "Herba Salutaris" bezeichnet und ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung wird Bärlauch bei Magen-Darmstörungen empfohlen. Außerdem soll er bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und durch die schwefelartigen ätherischen Öle positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber und Galle auswirken. Den Stoffwechsel soll er anregen und den Cholesterinspiegel ausgleichen.
Dies zum Anlass hier ein schmackhaftes Rezept für Bärlauch-Pesto, der auf Crostini und zu Nudeln wunderbar schmeckt!
Bärlauch-Pesto
für 4 Personen

1 Bund frischen Bärlauch (nur die Blätter werden verwendet)
evtl. mit Petersilie mischen (wenn man's milder mag)
1 Handvoll geröstete Mandeln oder Pinienkerne
1 Spritzer Zitronensaft
2 Handvoll frisch geriebenen Parmesankäse
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Bärlauch gründlich waschen und alle Zutaten mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf geröstetem Weißbrot (crostini) streichen oder mit Spaghetti mischen.

Hier der Link zu den Gastbetrieben, um sich verwöhnen zu lassen und nicht selbst zu kochen ...