Freitag, 10. Juni 2016

40 Jahre Naturpark Texelgruppe

Südtirols größter Naturpark, der Naturpark Texelgruppe mit einer Fläche von rund 33.430 ha., feiert dieses Jahr sein 40jähriges Bestehen.

Den meisten wird der Naturpark schon ein Begriff sein, spätestens wenn vom Meraner Höhenweg oder von den Spronser Seen die Rede ist.


Die Hauptinitiatoren für die Errichtung des Meraner Höhenwegs und die Ausweisung des Naturparks waren der ehemalige Vorsitzende des Alpenvereins Meran, Helmuth Ellmenreich und der damalige Markierungswart/ Wegebauer Robert Schönweger.

Der Höhenweg mit über 80 km Länge ist mit der Nummer 24 markiert, je nach Wetterverhältnissen von Juni bis Oktober begehbar und mäßig anspruchsvoll. Alle ausgesetzten Passagen sind mit Leitern, Treppen, Seilen und Geländern ausgestattet.

Die Texelgruppe wurde bereits 1976 zum Naturpark erklärt, während der Meraner Höhenweg erst 1985 fertiggestellt wurde. Beeindruckend ist die Tatsache, dass solch eine atemberaubende Landschaft allein durch Gletscher vor Millionen von Jahren entstanden ist (auch die rund 20 im Naturpark liegenden Seen).

Die zahlreichen gefundenen prähistorischen Zeugnisse belegen dass der Naturpark bereits früh als Lebensraum eine Bedeutung hatte. Sehenswert ist auf jeden Fall der sog. Totenweg, der Pfelders übers Spronserjoch mit St. Peter bei Dorf Tirol verbindet. Diese Verbindung nutzten die Bewohner von Pfelders bis zum Jahre 1787 um ihre Toten auf dem Friedhof von St. Peter zu bestatten.


Die zahlreichen Schalensteine entlang des Totenweges belegen die Bedeutung der Verbindung, geben aber zugleich Rätsel über ihre Funktion auf. Vermutlich wurden in den Schalen Feuer entzündet, die als Wegweiser für die Menschen dienen sollten. Mit einem Höhenunterschied von 3.000 Metern beheimatet der Naturpark eine Vielfalt von verschiedenen Pflanzen und Tieren.

Auf den südlichen Hängen des Sonnenberges hat sich aufgrund der extremen Trockenheit im Vinschgau eine steppenähnliche Vegetation entwickelt, welche zahlreichen Reptilien einen optimalen Lebensraum bietet.

Durchaus empfehlenswert ist ein Besuch im Naturparkhaus in Naturns, welches Einblick in den Lebensraum Texelgruppe gibt.

Man kann es in der Saisonszeit (noch bis 29.Oktober) jeweils dienstags bis samstags von 9:30 bis 12:30 und von 14:30 bis 18:00 Uhr besuchen. Im Juli, August und September ist das Naturparkhaus auch sonntags geöffnet. Dort gibt’s jeden Dienstag die Daksy Spurensuche für die kleinen Gäste, bei der auf den Gewinner ein toller Preis wartet.

Daksys Aktionstage - unterwegs mit den Naturpark Rangern - hier Detailinfos

Gastpost von Praktikantin Ilena Raich


Montag, 6. Juni 2016

Herz Jesu Feuer

Blick von Partschins über Meran auf den Hirzer
Bewegend und bewundernd haben wir gestern wieder die am Berg und auf den Gipfeln entzündeten Feuer erlebt.
Wer schon mal mit auf den Südtiroler Gipfeln zum "Fuiern" dabei war, weiß, wie schweißtreibend und nicht ungefährlich die Liebe zur Heimat zum Ausdruck gebracht wird.

Allen, die hier jedes Jahr unterwegs sind wünschen wir, dass sie wieder heil im Tal ankommen - Vergelt's Gott für das Lebendig-Halten unseres heimatlichen Brauchtums!

Das Rablander Herz
Das Partschinser Herz
Wie errechnet sich der Herz Jesu Sonntag?  Die Berechnung des Kirchenjahres hängt mit der Berechnung von Ostern zusammen. Abgeleitet aus dem jüdischen Passahfest findet das christliche Osterfest am ersten Frühlingsvollmond statt.

Da dieser auch auf einen beliebigen Wochentag fallen kann, wird der Tag auf den Sonntag gelegt. Folglich ist der Aschermittwoch 46 Tage vorher, Christi Himmelfahrt 39 Tage nach Ostern und Pfingsten 49 Tage nach Ostern. Für den Fronleichnams-Termin rechnen wir ab Ostern 60 Tage dazu. Für den Herz-Jesu-Sonntag werden 70 Tage ab Ostersonntag aufgerechnet.

2017 ist der erste Frühlings-Vollmond der 11.04., folglich Ostern am 16.04.
Am 25.06.2017 ist demnach der nächste Herz Jesu Sonntag.

Die Geschichte zu den Herz Jesu Feuern im Wasserfall-Blog - hier klicken

Freitag, 20. Mai 2016

Olls hondgmocht!


Handwerk, Kunst und Genuss im Garten des Ansitzes Gaudententurm
Samstag 28.05.2016
10.00-18.00 Uhr

Erstmals findet heuer ein besonderer Kunst-Handwerker-Markt im historischen Innenhof des Ansitzes Gaudententurm in Partschins statt.

Von Handtaschen aus Traktor-Schlauch, geschnitzten Objekten und Gebrauchsgegenständen, Schmuck aus unterschiedlichsten Materialien, Blumen, Pflanzen, Gefäßen, Nützlichem aus Filz und Ton, Bildern, Kräutern, Bio-Samengut, bis hin zu Kinderbekleidung und Accessoires wird eine vielfältige „olls hondgmochte“ Produktpalette angeboten.

Auch kulinarisches Hondgmochtes gibt es: Speck & Bauchspeck vom in Partschins aufgezogenen Schwein, Käse, Säfte, Trockenobst, Weine, Destillate und Fruchtaufstriche, Mostarde, Krapfen, Apfel- und Palabirn-Produkte.

Mit dabei sind: Hofbrennerei Gaudenz, Gutshof Isser, Buschenschank Unterweirach, Bio-Schlossweingut Stachlburg, Blumen Bambus, Alma Kuprian Walder, Service4you, U-Ton, by mommy, Sehr wunderschön, Bildhauer Restaurator Karl Hofer, Hut & Co., moni.B, kOmMa5, Ars-Lignum, Kindskopf, Alpinart, Simply.C, Venustis, Pflanz' Gutes, Kräuter aus Südtirol, Tälerhof, Beate Patscheider, Filz-Kreationen, Keramische Werkstatt.

Hondgmochte Musi von 11.00-14.00 Uhr mit dem Partschinser "Zielergluat".
Wein- und Käseverkostung um 16.00 Uhr im Knottnkeller.

Infos: 
Tourismusverein Partschins – 0473 967157 - und hier online


Donnerstag, 19. Mai 2016

Gänsehaut-Feeling


Nur wer mal dabei war, weiß wie sich der "Rausch der Sinne" anfühlt!

Gestern Abend war es wieder soweit - die Nachtwanderung zum Partschinser Wasserfall mit Lichtshow von und mit AG Soundlight aus Prissian und die speziell für diese Eventreihe arrangierte Musik, komponiert von Georg Malfertheiner und Max Castlunger hat begeistert!

Mehr zur Veranstaltung hier ...






Donnerstag, 21. April 2016

Im Duft- und Farbrausch - die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Ausgehungert durch die grau-braun-weiß-Schattierungen des Winters erlebt man den Frühlingseinzug in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff noch intensiver. Ein gewaltiges Farbspektrum und betörende Düfte der sich eröffnenden Blüten- und Pflanzenvielfalt katapultiert jeden Besucher in Frühlingsgefühle. Und das nur einen Steinwurf von Partschins, Rabland, Töll entfernt!
Hier ein Streifzug durch die - wohl schönste Gartenanlage, die's gibt! :-)






















Freitag, 8. April 2016

Wattn: mehr als nur ein Kartenspiel


Für uns Südtiroler ist „Wattn“ ein Kartenspiel, das zu uns wie das "Amen im Gebet" dazugehört!

Um aber ein erfolgreicher Kartenspieler zu werden, braucht es jahrelange Erfahrung, Intuition, Taktik, strategisches Denken und Übung, aber auch den richtigen Partner. Kein leichtes Unterfangen!

Damit es am Anfang auch mit der Verständigung keine Schwierigkeiten gibt, sollte man unbedingt die wichtigsten Begriffe im Voraus kennen.

Schlog oder Trumpf: der Kartengeber sagt immer "Trumpf", also die Kartenfarbe an: Herz (rot), Eichel (gelb), Laub (grün), Schell (gelb+rund). Der Spieler links vom Kartengeber sagt immer "Schlog" an: 7er, 8er, 9er, 10er, Unter, Ober, Kini, Ass oder Welli.

Blind Wattn: bedeutet, dass zwei Spieler „Schlog und Trumpf“ ansagen und die beiden anderen Spieler es während des Spiels aufgrund der "Stiche" erfahren sollen. Dor Rechte: ist immer die Karte, die Schlag als auch Trumpf ist.

Dor Guate: ist die beste Karte im Spiel, diese ist ein Schlag höher als der „Rechte“.

Stich: Jeder der vier Spieler wirft eine Karte aus, jener mit dem besten Blatt hat gestochen.

Biatn: man bietet 3 Punkte, wenn man der Meinung ist, diese Runde zu gewinnen indem man 3 Runden für sich gewinnt oder man vermutet die gegnerische Mannschaft hat schlechte Karten.


Schianere: wenn man neue Karten vor dem Ansagen möchte, kann man den Gegner um bessere Karten bitten. Man kann die Anfragen annehmen oder ablehnen. 


Schneidern: bei uns spielt man immer bis 18 Punkte. Gewinnt man das Spiel zu Null, ist das ein Schneider.

Viel Spaß beim Spielen aber Achtung: macht süchtig! :-)
In den Partschinser Gasthäusern trifft man regelmäßig "Wattr".

Blogpost von Maria Nischler