Mittwoch, 4. April 2018

Bauernregeln - Wettervorhersage mit der Natur

April, April, der macht, was er will.
Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, so wird's im Juni trocken sein.
Wenn der April Spektakel macht, gibt's Heu und Korn in voller Pracht.  

Diese Reime sind nur einige von zahlreichen Bauernregeln, die über Generationen weitergegeben wurden. Die meist in Reimform gefassten Sprüche über das Wetter sind oftmals auf einen bestimmten Tag, auf die Namenstage von Heiligen oder auf einen einzelnen Monat gekoppelt.

Unsere Bauern sammelten über Jahrhunderte ihre Beobachtungen über das Wetter und hielten diese fest. Sie waren schon immer besonders vom Wetter abhängig und daher wurde dieses ständig beobachtet. Dabei fielen den Bauern gewisse Regelmäßigkeiten auf, wie beispielsweise in der Entwicklung von Obst und Gemüse. Um trotz fehlendem Wetterbericht den richtigen Zeitpunkt für die Saat oder Ernte zu finden, konnten sie mithilfe der Regeln das Wetter besser einschätzen.

Eine der bekanntesten Bauernregeln ist die des Siebenschläfertags am 27. Juni: "Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag." Diese Regel trifft in weiten Teilen sogar zu, denn Meteorologen sehen in der Zeit von Ende Juni bis Anfang Juli tatsächlich eine Stabilisierung der Wetterlage, die dann meist über längere Zeit anhält.

Viele der Bauernregeln kommen auch heute noch zum Einsatz. Die einen mit mehr Wahrheitsgehalt, die anderen mit weniger. Obwohl manche laut den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Aberglauben gehören, steckt in einigen auch ein Fünkchen Wahrheit, denn sie beruhen auf den genauen Beobachtungen und Erfahrungen unserer Vorfahren.