Hier ein paar Impressionen und ein kleiner Film vom Schafabtrieb in den Nebelschwaden ...
Hier finden Sie Insider-Geschichten, Kurioses und Interessantes rund um Partschins, Rabland, Töll und das ganze Landl! Spannend und vielseitig. Echt und authentisch. Lernen Sie Land und Leute kennen und seien Sie stets auf dem Laufenden, was im schönsten Vorort von Meran so los ist! Viel Spaß beim Lesen! www.partschins.com
Montag, 16. September 2013
Dem Leithammel hinterher
Hier ein paar Impressionen und ein kleiner Film vom Schafabtrieb in den Nebelschwaden ...
Freitag, 13. September 2013
Die Gesundheits-Birne
Verwendet wird sie für viele köstliche Gerichte, wie es sie zu Großmutters Zeiten schon gegeben hat. Dazu gehören leckere Kuchen, Brot, Schmarrn, Krapfen, Palabir-Muas, Marmelade, und Weihnachtszelten. Edle Destillate von der Palabir werden außerdem gebrannt.
Viele große Palabir-Bäume sind noch im oberen Vinschgau zu sehen und bescheren im Herbst reiche Ernte. Früher erzählten die Gemeindeärzte, dass es zur Zeit der Palabir für sie nicht viel zu tun gab und die Wartesäle zur Herbstzeit ziemlich leer gewesen sein sollen.
Schwierig ist die Ernte der gesunden Früchte: die Bäume sind sehr hochgewachsen, sodaß auch mit einer Leiter die Früchte oftmals nicht erreicht werden können.
Noch bis Sonntag finden in Glurns, dem kleinsten Städtchen Südtirols, die Palabirn-Tage statt.
Demnächst gibts noch ein leckeres Rezept mit der Palabir - einfach wieder mal hier reinschauen ...
Dienstag, 3. September 2013
Liebesgeschichte ohne happy end

Ein junger Graf von Schloss Kastelbell, er war der Sohn von Graf Jodok von Hendl, liebte die anmutige Tochter des Zollwirts auf der Töll. Beide waren einander in aufrichtiger Liebe zugetan. Es gelang ihnen, auch den anfänglichen Widerstand des alten Grafen gegen ihre Verbindung zu brechen. Ritter Kosmas vom Schloss Vorst hatte aber schon ebenso lange ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen. Er erfuhr bei einem Gastgelage, das der Graf von Kastelbell der befreundeten Ritterschaft in seiner Burg gegeben hatte, von der beiden Liebe. Der Bösewicht sann daraufhin nach einer Möglichkeit die Liebenden zu verderben.
An einem schönen, milden Herbsttag ritt der junge Graf auf die Fasanenjagd durch die Auen von Rabland. Nachdem er am Abend seinen Diener mit der Jagdbeute ins väterliche Schloss zurückgeschickt hatte, bestieg er sein Ross und ritt mit den zwei schönsten Fasanen zu seinem Liebchen auf die Töll. Sein Nebenbuhler, Graf Kosmas, hatte sich die ganze Zeit heimlich in seiner Nähe aufgehalten und folgte ihm auch jetzt wieder unauffällig auf einem Seitenweg.
Wie er nun die beiden Liebenden vor dem Zollwirtshaus glücklich beisammen sah, riss er in höchster Wut seine Armbrust herunter und zielte auf seinen Gegner. Das tapfere Mädchen stellte sich blitzschnell vor ihren Liebsten hin und fing mit ihrem Körper den tödlichen Pfeil ab. Sie sah ihren Geliebten noch einmal liebevoll an und sank dann mit einem Seufzer leblos zu Boden.
(Auszug aus dem Dorfbuch der Gemeinde Partschins von Ewald Lassnig)
Donnerstag, 29. August 2013
Klumpergoss, Mulitoat, Testamentloch

Was wäre unsere Kulturlandschaft ohne die Flurnamen: nur halb so spannend! Und solche Namen gibt es in Partschins, Rabland, Töll zur Genüge. Laut Dorfchronist, lebendiger Enzyklopadie und Autor des Dorfbuches von Partschins, Ewald Lassnig, wurden 42 verlässliche Gewährspersonen bei der Erhebung der Flurnamen befragt. Insgesamt wurden 2.336 (zweitausenddreihundert-sechsunddreißig) dieser Flurnamen erhoben und im Partschinser Dorfbuch niedergeschrieben. Ausserdem in den Gemeindebrowser übertragen und können online auf der Orthophotokarte eingesehen werden.
Sehr viele dieser Flurnamen gibt es im Zieltal. Und hinter jedem Namen steht eine Geschichte. Einige lassen sich erahnen, andere wiederum finden sich in Sagen wieder. 
Hier ein klitzekleiner Auszug an spannenden Flurnamen: Kölberrascht, Schieche Muer, Mietbödele, Bluatscheißwosser, Hennestiag, Kolchofn, Nasreiter Insl, Schmolzmühl, Hexnloch, Walterscheißplott, Stiereggele, In Verbrenntn, Bärntol, Fuxgond, Krogn, Fleischbonk, Plentnknott, Hiasnplott, Leachnermarianneschupf, Peatertol, Karlknott, Drischstoll, Hanslbrunn, der Schneidige, Rifflen, Schworzberbödele, Durrer Storz, Honnesnwort, Fuxpaul, Ouberlechnerhiasnbild, Marendbichl, Hiehnerknöttl, Runenporz, Houlerboch, Muetergottesworter, Gingglgatter, Höllntol, Ursche (Jousepp), Lotterboudn, Staab, Blech, Kotznlarch, Kesslries, Peatertol, Trinemohd, Filzlait, In Ausghocktn, Kuahroscht, Olte Broatebnerin, Professerloch, Schimmlter Knott, Roppnknott, Sechshocknocker, Fockntoat, Gamsbichl, Innerer Sock, Kotznloater, Lotterwegele, Amerikanerstuan, Schwommentol, Hiasnplott, Beschwörungstuan, Boazner Stiag, Heegedäxnstuan, Gschriebmer Knott, Joggnstub, Louser, Morderfollruan, Oltgrinthitt, Olts Partschinser Herz, Wolfnloch, Knottlbar, Kalenderstuan, Schnopswies, ...Geschichte zum Flurnamen Schmolzknott: http://tvpartschins.blogspot.it/2013/07/der-schmolzknott.html
Montag, 26. August 2013
Vom richtigen Zeitpunkt

Der Südtiroler Apfel gehört gemeinsam mit anderen Regionen Italiens zu den Big Playern in der Apfelwirtschaft. Aber wer bestimmt, wann der richtige Erntezeitpunkt ist?
Je nach Apfelanlage werden verschiedene Indikatoren für den Reifeindex errechnet. Die wichtigsten Parameter sind dabei der Stärke- und Zuckergehalt, sowie die Festigkeit des Fruchtfleisches.

Denn, wird ein Apfel zu früh geerntet, so ist er geschmacklich nicht ausgerreift und entspricht nicht den strengen Qualitätskriterien. Wird er zu spät geerntet, dann ist er überreif und kann nur mehr für kurze Zeit ohne Qualitätseinbußen gelagert werden.
Also gilts: der richtige Erntezeitpunkt für jede einzelne Apfelsorte in jeder einzelnen Apfelanlage ist entscheidend für beste leckere Äpfel!
Die größten Apfelproduzenten weltweit gemessen nach Tsd. Tonnen
1)
China
2) USA 3) Türkei 4) Italien 5) Indien 6) Polen 7) Frankreich 8) Iran 9) Brasilien 10) Chile |
11)
Russland
12) Ukraine 13) Argentinien 14) Deutschland 15) Japan 16) Nordkorea 17) Südafrika 18) Usbekistan 19) Spanien 20) Mexiko |
Mehr Infos gibt's bei den wöchentlichen Apfelführungen mit Christine Schönweger!
Hier klicken für's Apfelstrudel-Rezept
Weitere Blogs zum Thema Apfel:
http://tvpartschins.blogspot.it/2012/10/sortenvielfalt-sudtiroler-apfel.html
http://tvpartschins.blogspot.it/2012/09/nicht-nur-eva-pfluckt-apfel.html
Freitag, 23. August 2013
Saltner wau wau
Die Saltner waren Flurhüter und wurden zu früheren Zeiten vor allem zum Schutz gegen Traubendiebstahl eingesetzt. Um den 10. August wurde er immer in Vertrag genommen und am Hochunserfrauentag trat er meist seinen Dienst an. Am 3. Sonntag im Oktober beendete er diesen dann wieder.
Mit seinen zahlreichen Federn am Hut und seiner Hellebarde war er besonders bei den Kindern als Schreckgespenst gefürchtet und keiner wagte es, ein Träublein oder auch Nüsse und Kastanien zu stehlen. Einzig bei schwangeren Frauen ließ er Nachsicht walten.Wenn den Kindern auch unheimlich war, so sangen sie trotzdem:
"Saltner wau wau, die Weimer sein blau, die Köstn sein siaß, inser Soltnr hoaßt Hias!"
(Weimer=Trauben, Köstn=Kastanien)
In Richtung Wasserfall kommt man zum "Salten" - gar alte Kastanienbäume gibt es dort noch - vielleicht hat auch dort einst ein Saltner Dienst getan.Am Salten - Einstieg zum Partschinser Waalweg
Freitag, 16. August 2013
Die Sage um das Rasner Kreuz
Dabei hat sich im Jahr 1820 folgendes zugetragen:
Ein alter Bauer vom Rasnerhof in Partschins wollte gegen Abend nach der schweren Holzarbeit in den Sümpfen unter dem Vigiljoch den Heimweg antreten, als ihm ein riesiger Braunbär den Weg versperrte. In seiner Not flüchtete der Mann auf einen hohen Baum, wo er in einer Astgabel die Nacht verbringen musste. Erst gegen Morgen verließ der Braunbär, der einige Male versucht hatte den Baum zu erklettern, seinen Wachposten und trottete davon.
Als Dank für die glückliche Errettung aus seiner misslichen Lage ließ der Rasnerbauer an dieser Stelle ein Feldkreuz errichten. Die nachfolgenden Generationen betrachten es stets als Ehrensache, für die Pflege und Erhaltung des sakralen Kleinods zu sorgen. Dies war öfters der Fall, da Wind und Wetter dem Wegkreuz arg zusetzten. Allerdings ist zu erwähnen, dass die uralte Tanne, an der das Kreuz befestigt war, allen Unbilden der Witterung standhielt. Weder Blitzschlag, Sturmwind noch Schneedruck konnten ihr etwas anhaben. In unmittelbarer Nähe des Rasner Kreuzes kann der aufmerksame Beobachter auf einer kleinen Waldkuppe die spärlichen Überreste einer rund 5000 Jahre alten Wallburg entdecken. Die prähistorische Siedlungsstätte ist fast oval und hat eine Innenfläche von 20x40 m.
(Auszug aus dem Dorfbuch Partschins von Ewald Lassnig)
Hier gehts zur Wanderkarte
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