Freitag, 5. August 2016

Anton Kob - ein Partschinser Künstlerleben


Oswald Kob, der Sohn des Partschinser Künstlers Anton Kob hat im fernen Jahr 1897 Franz Peters beauftragt, zum Andenken an seinen 1895 verstorbenen Vater einen Nachruf nach seinen Aufzeichnungen zu verfassen.  Hier einige Auszüge aus dem Leben Anton Kobs:

"Am Sylvestertage des Jahres 1895 wurde in Bozen unter allgemeinster Theilnahme der Bildhauer Anton Kob zur letzten Ruhe bestattet. Mit ihm war ein biederer Alttiroler von echtem Schrot und Korn aus dem Leben geschieden; ein Künstler, dem seine Kunst nicht Broderwerb allein, sondern der Ausfluß seiner gottbegnadeten Seele war, der stets das wahre Ideal der Kunst vorschwebte.
Kob wurde am 7. September 1822 als einziges Kinde des Mühlenbesitzers Johann Kob zu Partschins bei Meran geboren. In seiner frühesten Jugend bereits zeigten sich bei unserem Anton Spuren seiner künstlerischen Anlagen. Das Figurenzeichnen war seine Freude. Neben dem Malen und Zeichnen betrieb Anton auch Musik, er lernte Klarinette spielen und war als tüchtiger Musikus 24 Jahre lang auf dem Chor seiner Heimathspfarrkirche thätig.

Auch Baron Franz von Goldegg, der bekannte Wohlthäter von Partschins war auf Kob aufmerksam geworden und vermittelte Kob kurzzeitig Arbeit als Gehilfe beim Vergolder Aloys Hanny.
Später gelang es Anton Kob, bei Meister Pendl in Meran die Kunst des Bildhauens zu erlernen.  Im Mai 1859 verkaufte Kob das väterliche Anwesen in Partschins und übersiedelte nach Gries bei Bozen. Mit seiner Frau Anna, der Tochter Pendls entsprossen sieben Kinder: Maria Anna, Karl, Maria, Ida, Anton, Oswald und Anna.

Wer den liebenswürdigen bescheidenen und stets heiteren Mann sah, ahnte nicht, daß dieser einer der bedeutendsten Tiroler Bildner war, dessen Werke im In- und Ausland hochgeschätzt waren.
Nicht weniger als 152 Kruzifixe fertigte der Künstler in den Jahren 1851 bis 1895, ferner 61 Marien- und 21 Josefstatuen, 27 Figuren und Reliefbilder für Altäre, drei ganze Krippendarstellungen, 6 Christkind-, 30 Engelstatuen, 24 Christus- und Heiligenstatuen, 10 lebensgroße Gruppen, 5 Profanfiguren.

Was die Bestimmungsorte dieser 349 Werke angeht, so blieb ein großer Theil naturgemäß in seiner tirolischen Heimath; wir finden aber in dem von ihm selbst angelegten Verzeichnis Besteller aus allen Kronländern der österreichisch-ungarischen Monarchie, ferner aus Deutschland, Italien, England, Rußland, Nordamerika, Brasilien und Australien."

St. Helena in Töll, Partschins

Werke von Anton Kob finden sich in der St. Helena Kirche in Töll, weiters in Völlan bei Lana, in der Pfarrkirche Mölten, in der St. Josef Kirche in Atzwang, St. Heinrich Kirche in Bozen, der Pfarrkirche Lengmoos, in St.Vigil/Wangen, der Pfarrkirche Truden, der Pfarrkirche Leifers ...


Auszug aus dem dichterischen Nachlass Anton Kobs:
Im Leben hat er viel geschwitzt,
Hat manches schöne Bild geschnitzt,
Mitunter hatt' er auch Verdruß
Und war ein armer Lazarus!
Lieber Leser, bet' ihm ein Paternoster,
Das ist für seine kranke Seel' das allerbeste Pflaster!


Anton Kob und Peter Mitterhofer sind im selben Jahr geboren, hier aufgewachsen und sind sich wohl auch öfters begegnet.



Die Wasserkuren des Sebastian Kneipp


Wenn "Meine Wasserkur" ihren Lesern sagen wollte, wie durch Anwendung des Wassers und einfacher Kräuter die verlorene Gesundheit wieder gewinnen können, so will dieses neue Buch sie belehren. 

Zahlreiche Beispiele beschreibt Pfarrer Sebastian Kneipp. So auch diese Geschichte: Margaretha, 28 Jahre alt, erzählt: Ich bin nie ohne Kopfschmerzen, bloß sind sie den einen Tag etwas gelinder als den andern. Häufig sind sie so stark, daß ich schon oft gedacht habe, ich werde noch wahnsinnig. Sonst würde mir nichts fehlen. 


Anwendungen: 1) Jeden Tag zweimal im Wasser gehen bis an die Knie;
2) jeden Tag zweimal Oberguß, jeden zweiten Tag ein Sitzbad. So acht Tage lang. Nach diesen acht Tagen jeden Morgen, Knie- und Oberguß, jeden Nachmittag Halbbad. 


Nach 14 Tagen war der Kopfschmerz gänzlich beseitigt. (Aus "So sollt ihr leben von Seb. Kneipp, 1889)

Bei der wöchentlichen Kneipp-Wanderung zeigt Elisabeth Angler (zertifizierte Kneipp-Gesundheitstrainerin), welche Anwendungen zu körperlichem Wohlbefinden führen.

Mal am Partschinser Wasserfall, am Rablander- und Partschinser Waalweg. 

Jeden Freitag - hier weitere Informationen.


Kneipp-Expertin Elisabeth Angler

Montag, 1. August 2016

Mountainbiken am Partschinser Nörderberg

Seit einigen Jahren gibt es schon das Mountainbike-Gebiet in Partschins.
Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass Mountainbiker und Wanderer sich respektvoll und freundlich begegnen.

Dies gelingt sehr gut und dafür sind wir sehr dankbar.

In Kooperation mit unseren Nachbarorten Naturns und Kastelbell wurde die Highline Meran/o ausgearbeitet.



Die Touren in Partschins finden Sie  aufgeteilt nach Schwierigkeitsgrade hier oder auf unserer http://maps.partschins.com.

Wer 800 Höhenmeter-Energie sparen möchte, fährt mit der Seilbahn Aschbach auf 1.342 Meter!

Grundsätzlich ist das Gebiet für Familien (Kinderspielplätze und Streichelzoo liegen auf dem Weg) und Profis (Singletrail S3) ausgerichtet.

Neu ist heuer das "Biker-Brettl": Gleich 3 Betriebe bieten dieses bei uns an. Gasthaus Brünnl/Quadrat, Gasthaus Unterobereben/Quadrat und Restaurant Edelweiß/Töll. 

Die Speisenfolge für das bsundere Brettl stellen die teilnehmenden Betriebe selbst zusammen.

Es besteht aus warmen und kalten Gerichten, die saisonal und regional abgestimmt sind. Zudem gibts zum Biker-Brettl auch einen regionalen Power-Riegel mit einem Energieschub für die Weiterfahrt.





Kostenloses Infomaterial (Touren und Karten) sind in den Tourismusbüros Partschins und Rabland, sowie bei den Biker-Brettl-Berieben erhältlich.

Montag, 25. Juli 2016

Partschinser Himbeerzeit

Die Himbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Blätter der Himbeerstauden werden auch als Heilmittel verwendet.

Derzeit können wir aber den roten Früchten nicht widerstehen.

Wir verarbeiten die Himbeere in leckeren Bisquitrouladen, auf Blechkuchen, als Himbeersaft (und auch Likör), aber vor allem zu Marmelade.

Der Dursterhof in Partschins ist bekannt für seine süßen Früchte und wird daher meist sogar schon Himbeerhof genannt.

Hier gehts zur Info "Ab-Hof-Verkauf" in Partschins

Und zum Rezept des hier abgebildeten Himbeerkuchens  :-)



Donnerstag, 21. Juli 2016

Die Wegemacher

Unsere Wandergebiete in Südtirol sind erstklassig in Schuss.
Die Wanderwege sind instandgesetzt, gepflegt und rundherum gemäht. Viele Menschen, die in den Bergen unterwegs sind, machen sich gar keine Gedanken darüber und gehen von einer Selbstverständlichkeit aus, dass das eben so ist und so sein muss.

Neben den örtlichen Alpenvereinen, die die höher gelegenen Wege pflegen und markieren, arbeiten täglich auch die Arbeiter der Forstverwaltung und des Amtes für Naturpark an der problemfreien Erreichbarkeit von Almen, Schutzhütten, sowie der Begehbarkeit schönster Wandertouren.

An dieser Stelle ein großer Dank an die genannten Helfer - wie auch an die Bewirtschafter der Bauernhöfe am Berg, die die Schönheit unserer Naturlandschaft bewahren!

Einige Tourismusvereine, so auch der Tourismusverein Partschins, haben für die Instandhaltung der Wander- und Mountainbikewege eine fest eingestellte Person, die dafür Sorge trägt, dass die ausgewiesenen Mountainbike- und Wanderwege entsprechend gewartet sind.
Außerdem fertigt er Sitzgelegenheiten, Wegeschilder- und Tafeln, ist für Auf- und Abbau unserer Veranstaltugen zuständig und - weil er so gut wie alles kann - für noch vieles mehr.

Der Beruf des Wegmachers geht auf das 18. Jahrhundert und den Straßenbau zurück. Die geschotterten Wege mussten  instand gehalten werden. Mit Zweiradkarren, Schaufel und Besen wurde damals gearbeitet.

Unser Wegemacher Patrik hat da schon fortschrittliches Gerät. Neben den Arbeiten an den Wegen am Sonnen- und Nörderberg kann es schon auch mal vorkommen, dass er als Model für das Partschins-Foto-Shooting herhalten muss.









Mittwoch, 20. Juli 2016

Peter Mitterhofer - Verkanntes Partschinser Genie


Vor 150 Jahren - im Jahre 1966 - ging Peter Mitterhofer das erste Mal mit dem 3. Modell seiner Schreibmaschine nach Wien. 

Der Partschinser Tischler und Zimmermann Peter Mitterhofer (1822-1893) gilt als der Erfinder der Schreibmaschine. In den Jahren 1864 -1869 konstruierte er insgesamt 6 verschiedene Modelle, und zwar zwei in Holz mit Stechschriftbuchstaben, und drei Modelle in Metallausführung für Typendruck.

Ein Versuchsmodell in Holz, welches im Jahre 1865 entstanden sein dürfte, wurde erst 2006 durch eine Expertise der TU Dresden als Werk des Partschinser Schreibmaschinenpioniers identifiziert. Damit steht fest, dass Mitterhofer 6 Modelle gebaut hat. Es ist zwischen dem Wiener und Dresdner Modell einzuordnen.


Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins
Mit dem 3. Modell ging der Erfinder im Jahre 1866, und mit dem 5. Modell - seinem Meisterstück -  1869 zu Fuß nach Wien; das sind 650 km hin und zurück. Mitterhofer wandte sich an den Kaiser Franz Joseph I. um Unterstützung. Aufgrund eines Gutachtens seiner Sachverständigen gewährte der Kaiser eine Subvention von 350 Gulden und die Übertragung des 5. Modells in die Sammlung des Polytechnischen Institutes, dem späteren Technischen Museum in Wien. Heuer genau vor 150 Jahren pilgerte Mitterhofer mit dem 3. Modell das erste Mal in die Kaiserstadt. Es war für Mitterhofer tragisch, dass die prominenten Gutachter des Polytechnischen Institutes in Wien  nicht den wahren Wert seiner großartigen Erfindung erkannten. Entmutigt und resigniert zog er sich in sein Heimatdorf zurück, wo er eines einsamen Todes starb.
Bildnis im Eingang des Schreibmaschinenmuseums
Peter Mitterhofer galt in Partschins als Sonderling oder gar als Narr. Er war nicht nur ein genialer, allerdings oft missverstandener Erfinder, der zudem zu seinen selbst inszenierten „Abendunterhaltungen“ einlud, wo er als „Musiker, Sänger und Bauchredner“ auftrat.

Geburtshaus Peter Mitterhofers in Töll/Partschins
Dazu soll er - nach mündlicher Überlieferung - 14 Musikinstrumente nach eigenen Ideen gebaut haben. Darunter waren nicht nur die üblichen Musikinstrumente, sondern auch „Phantasieinstrumente“, u. a. das „Hölzerne Glachter“. Es handelte sich dabei um eine Art Xylophon mit Tasten, Verbindungshebeln und Hämmerchen, die auf abgestimmte Holzblättchen schlugen, wobei „lachende Töne“ erzeugt wurden.

Nach Aussage soll ihn dieses sonderliche Musikinstrument zur Erfindung der Schreibmaschine gebracht haben.
Als einziges Musikinstrument ist nur mehr eine Zither erhalten geblieben, welche im Schreibmaschinenmuseum in Partschins zu sehen ist.

Text: Ewald Lassnig 


Freitag, 15. Juli 2016

Eine kühle Dusche bei 30°

Unser Sommertipp bei diesen Wetterprognosen über 30°:
Abkühlen am Partschinser Wasserfall!

Dabei noch tief durchatmen - die Luft am Wasserfall ist nämlich extrem rein und somit gesund!

Dies wurde bei der wissenschaftlichen Studie der TU München im Sommer 2015 und durch das Gutachten der Uni München im Herbst 2015 belegt.

"Die Luftqualität in der Nähe des Wasserfalls von Partschins ist im Allgemeinen hervorragend! Besonders sauber ist die Luft vor allem morgens vor Sonnenaufgang und spätnachmittags, bzw. abends, wenn die Sonne wieder hinter den Bergen verschwindet, sowie bei bewölktem Wetter.

Dann wurden Partikelkonzentrationen zwischen 800 und 1200/cm³ gemessen, was fast an die weltweit hervorragendsten Reinluftgebiete über dem Nordostatlantik, sowie der Arktis (weniger als 500 Partikel/cm³) heranreicht.