Donnerstag, 24. Oktober 2013

Schian und g'sund

Schian und g'sund ist der Partschinser Wasserfall! Das ganze Jahr über zeigt er seine unterschiedlichen Facetten. Was immer gleich bleibt, ist der gesunde Wassersprühnebel, der bei Atemwegserkrankungen Linderung verschafft und das Immunsystem stärkt. Auch die höhere Intonation des Wasserrauschens (ja da gibts Unterschiede! ;-) wirkt entstressend und entspannend. Wenn dann noch die wunderschön gefärbte Naturlandschaft drumherum dazukommt, so steigt schon der Haushalt der Glückshormone.

Im nächsten Jahr erleben wir den Partschinser Wasserfall mal ganz anders: bei Nacht. Bei einer geführten Nachtwanderung begeben uns in den "Rausch der Sinne" - klingt spannend? Wird spannend! Bleiben Sie neugierig! Im April und Mai 2014 jeden Montag ...





Freitag, 18. Oktober 2013

Lecker Apfelstrudel

Eines unserer typischsten Süßspeisen ist und bleibt der Apfelstrudel. Mit Ziehteig, Blätter- oder Mürbteig - in allen Facetten lecker! Nun online der Apfelstrudel-Film zun "Gluschtn".
- oder einfach einkehren in den Partschinser Gastronomiebetrieben zum Genießen!





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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Das Sonnenberger Spinnweibele

Ein einsamer und schwerlich zugänglicher Bergrücken westlich der Ournalm am Sonnenberg trägt den Flurnamen "Plottehöbn", "Kengwond", "Bärnbort" und "Karnoaler Mohd". In dieser einsamen und abgelegenen Gegend befindet sich eine Felshöhle, die in etwa 8,5 m in den Berg hinein reicht. Die Höhle, die schwer zugänglich ist und nur wenigen Einheimischen bekannt ist, wurde in uralten Zeiten von Menschen geschaffen, die hier nach Bodenschätzen suchten. Es gibt vielerorts noch derartige Zeugen frühgeschichtlichen Bergbaus. Viele Sagen und Geschichten erzählen von zwergenhaften Bergknappen, u. a. von den Venediger Männlein, die einst in unseren Bergen nach Erzen und wertvollen Edelmetallen schürften. Die Einheimischen heißen die geheimnisvolle Höhle "Bei der Spinnerin". Der seltsame Name rührt daher, dass man früher aus dem Inneren der Höhle ein Summen hörte, das dem Surren eines Spinnrades ähnlich war. Die Sage erzählt, dass in dieser Höhle eine Frau verbannt war, die hier ihre zu Lebzeiten begangenen Betrügereien abbüßen müsste.

Das Spinnweibele, wie es von den Bewohnern am Sonnenberg genannt wurde, hauste in einer winzigen Hütte im "Hemerwold", unterhalb der Ournalm. Die Einsiedlerin verdiente sich ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Heilkräutern, Beeren und Pilzen, die sie von Zeit zu Zeit auf den Märkten in Meran und Umgebung zum Verkauf anbot. Zu ihrem Unterhalt trug jedoch wesentlich bei, dass sie für die Sonnenberger Bauersleute das Spinnen von Schafwolle besorgte. Als Gegenleistung wurde das Weiblein reichlich mit Butter, Käse und Brot versorgt.

Eines Tages, als die Hochforcher Bäuerin dem Spinnweibele wieder einmal Wolle bringen wollte, war es nicht anzutreffen. Nach Tagen stellte sich heraus, dass die Einsiedlerin von einem Marktgang nicht zurückgekehrt war. Erst nach Jahren entdeckte ein Fischer zufällig ihre sterblichen Überreste in der Etsch. Die Sonnenberger bedauerten das tragische Ableben der Einsiedlerin, die sie für gewissenhaft und ehrlich gehalten hatten. Jahre später stellte sich heraus, dass die Spinnerin die Bauersleute betrogen hatte, indem sie Wollknäuel verkauft und den Erlös für sich behalten hatte.

Einst verirrte sich der Forcher Jörg, ein junger Ziegenhirt vom Gruberhof, auf der Suche nach einer verlaufenen Ziege zu der oben beschriebenen Felshöhle. Da vernahm er aus dem Inneren deutlich das Surren eines Spinnrades und gleichzeititg das klagende Stöhnen einer Frauenstimme: "Wem soll i s'Geld geb'n, des i im Hemerwold versteckt hon?"
Der furchtlose Bursche antwortete ohne Umschweife: "Gib's den rechtmäßigen Besitzern!"

Diese mutige Antwort muss die arme Seele erlöst haben, denn sofort hörte das Surren des Spinnrades auf und er vernahm eine ruhige Stimme, die immer leiser wurde und schließlich ganz verstummte: "Vergelt's Gott, Jörg, vergelt's Gott ..." Die Frau, die zu Lebzeiten vom Geizteufel besessen war, hatte das Geld, das sie unrechtmäßig erworben hatte, im Hemerwald versteckt, wo es sich noch immer befinden soll ...

(Auszug aus dem Partschinser Dorfbuch von Ewald Lassnig)

Montag, 30. September 2013

Spronser Seen









Die Hochsaison für die Umwanderung des Naturparks Texelgruppe, am Meraner Höhenweg, neigt sich dem Ende zu. Der gesamte Meraner Höhenweg, der durchwegs auf einer Höhe von 1.500 Höhenmetern liegt (außer das Eisjöchl, das liegt auf 2.875 m und ist der höchste Punkt), ist in ca. 5-6 Tagen zu machen. Als absolutes Highlight sollte man aber einen Abstecher auf die Spronser Seen wagen, jener 10 Bergseen, die zur höchstgelegenen alpinen Seen-Platte Südtirols zählt.

Es rankt auch einen wundersame Legende über die Seen ...

Hier gehts zur Info für die geführte Spronser-Seen-Tour mit unserem Wanderführer Erich Unterthurner ...

Freitag, 20. September 2013

Der Almerball

Zum Abschluss des Almsommers fand immer der Almerball, am letzten Sonntag vor dem Almabtrieb in der Nasereithütte statt.

Im ersten Stock gab es zwischen zwei Schlafzimmern eine mobile Trennwand, die eigens zum Zweck eines größeren Ballsaales geöffnet wurde.

Wie es sich für einen Ball gehört, wurde eine Ballkönigin gewählt. Dabei kam es weniger auf die Schönheit, als vielmehr auf die Spendierfreudigkeit der Auserkorenen an.

Der Obhirt überreichte der Auserwählten einen Blumenstrauß und ernannte sie damit zur Ballkönigin.

Nach einer genau festgelegten Rangordnung erfolgte nun der Ehrentanz der Hirten. Es gehörte zur Ehrensache der Ballkönigin, die Almer bis in die Morgenstunden mit reichlich Speis und Trank versorgt.

Der Wein wurde in einem Melkkübel serviert, aus dem die Hirten mit einem Schöpflöffel tranken.

Frei nach dem Motto: "Auf der Alm, da gibts kuan Sünd, weil der Pfarrer nit aufi kimmt!"

Auszug aus dem Dorfbuch der Gemeinde Partschins von Ewald Lassnig


Montag, 16. September 2013

Dem Leithammel hinterher

 Der Schnalstaler Schaf-Abtrieb ist schon etwas Besonderes - mindestens einmal sollte man dabei gewesen sein, wenn 1.500 Schafe von den Weiden im Ötztal wieder ins Schnalstal heimkommen.

Hier ein paar Impressionen und ein kleiner Film vom Schafabtrieb in den Nebelschwaden ...





Freitag, 13. September 2013

Die Gesundheits-Birne

Die Palabirne ("Palabir" im Volksmund) bekannt als Gesundheitsbirne, ist wohl wegen dem hohen Gehalt an Ballaststoffen und dem niedrigen Säureanteil ein Geheimtipp.
Ausschließlich im oberen Vinschgau ist die Palabir beheimatet und mittlerweile findet jährlich zur Ernte ein regelrechter Hype um die gesunde Frucht statt.

Verwendet wird sie für viele köstliche Gerichte, wie es sie zu Großmutters Zeiten schon gegeben hat. Dazu gehören leckere Kuchen, Brot, Schmarrn, Krapfen, Palabir-Muas, Marmelade, und Weihnachtszelten. Edle Destillate von der Palabir werden außerdem gebrannt.
Die Schale der "Bir" ist rauh-ledrig und hat ein grobkörniges Fruchtfleisch. Den zarten eleganten Duft der Birne nimmt man schon wahr, sobald man die Frucht in der Hand hält.
Viele große Palabir-Bäume sind noch im oberen Vinschgau zu sehen und bescheren im Herbst reiche Ernte. Früher erzählten die Gemeindeärzte, dass es zur Zeit der Palabir für sie nicht viel zu tun gab und die Wartesäle zur Herbstzeit ziemlich leer gewesen sein sollen.
Schwierig ist die Ernte der gesunden Früchte: die Bäume sind sehr hochgewachsen, sodaß auch  mit einer Leiter die Früchte oftmals nicht erreicht werden können.

Noch bis Sonntag finden in Glurns, dem kleinsten Städtchen Südtirols, die Palabirn-Tage statt.

Demnächst gibts noch ein leckeres Rezept mit der Palabir - einfach wieder mal hier reinschauen ...